Gedichte und das Schreiben

Gedichte gibt es schon seit Jahrhunderten. Schon früher schrieben die Menschen Gedichte, in der Welt der Kunst, auch Poesi oder Lyrik genannt. Bekannte Werke von berühmten Dichtern, wie: Goethe, Heine, Rilke, Schiller, Lessing oder Morgenstern und noch vielen Anderen, findet man auch heute noch auf der ganzen Welt. Die Gedichte dieser berühmten Dichter werden in der Schule gelehrt und meist lernen die Schüler mindestens eines dieser schönen Werke auswendig. Solch ein Gedicht richtig vorgetragen, hört sich nicht nur gut an, es regt auch die Fantasie an. Mit "richtig" ist gemeint, dass der Vortragende seine Stimme zu den passenden Zeilen einsetzt. Ist es ein trauriges Gedicht, spricht man mit etwas tieferer Stimme. Auch sollte der Redner bei nachdenklichen Passagen kurz verharren. Der Zuhörer soll das Gefühl haben er befinde sich mitten im Gedicht und der Geschichte selbst.

Es gibt sehr viele Arten von Gedichten. Liebesgedichte, Freundschaftsgedichte, Trauergedichte und viele mehr. Sie lassen sich nicht immer in Kategorien einordnen, dazu sind sie zu unterschiedlich. Jeder Mensch der ein Gedicht verfasst, hat seinen eigenen Schreibstil. Zwei Menschen die über die gleichen Dinge schreiben, benutzen selten auch die selben Wörter dafür. Aber warum schreiben Menschen Gedichte? Möchte man nur kreativ tätig sein? Schreibt man aus einer Laune heraus? Warum gibt es solch viele verschiedenen Gedichte? Viele Menschen schreiben Gedichte um Dinge zu verarbeiten, um sich mit Situationen auseinanderzusetzen oder sie dadurch besser zu analysieren. Vielen hilft es, aufzuschreiben was sie belastet oder was gedanklich im Kopf herumspukt. Gedichte müssen sich nicht reimen, denn es sind keine Reime. Gedichte entstehen aus Gefühl, Fantasy und Erlebnissen. Eine Frau z.B, die ihrem Partner ein Liebesgedicht schreibt, möchte mit diesem Gedicht an ihn ausdrücken, wie sehr sie ihn liebt. Das ist nicht immer einfach, denn die Frau muss dadurch ihre Gedanken und Gefühle zusammenfassen und diese in Worte kleiden. Auch wenn eine Person einen schweren Verlust erlitten hat und diesen durch ein Gedicht verarbeiten möchte, ist dies sehr schwer. Denn wie fasst man große Trauer in Worte? Manche schreiben sich in einem Gedicht alles von der Seele, andere wiederum drücken sich sehr gewählt und vorsichtig aus. Analysiert man ein Gedicht genauer und kennt man die Person die es geschrieben hat, dann kann man manchmal vieles aus diesem Gedicht heraus schliessen. Gedichte sind sehr beliebt, denn Papier ist sehr geduldig. Man kann, wenn es nötig ist, stundenlang vor dem leeren Blatt Papier sitzen und sich überlegen, was man sagen möchte. Diese Gedanken und Gefühle werden dann auf dieses leere Blatt Papier gebracht und füllen somit die leeren Seiten. Personen für die ein Gedicht geschrieben wurde und die es dann lesen dürfen, sind gerührt und freuen sich sehr darüber. Das gesprochene Wort ist eine schwierige Sache, denn oft kann man mit dem "gesagten" Wort vieles zerstören, auch wenn man es "so" nicht gemeint hat. Bei einem Gedicht hat die Person eine Möglichkeit darüber Nachzudenken was sie sagen möchte, denn es braucht nicht nur Sekunden, es kann Minuten oder auch Stunden dauern.

Für weitere Informationen in Englisch klicken Sie hier!