Traumberuf Schriftsteller - das nötige Know-how

Tausende Menschen träumen davon: Eigene Bücher zu schreiben, damit berühmt werden und soviel Geld zu verdienen, dass man davon leben kann. Kurzum: Schriftsteller sein. Doch was benötigt man überhaupt, um diesen Beruf ausüben zu können? Wie schwer ist es wirklich, in der Welt des Schreibens Fuß zu fassen? Welche Kriterien entscheiden darüber, ob ein Buch von einem Verlag angenommen und veröffentlicht wird? Fragen über Fragen. Zu aller erst muss geklärt werden, was ein Schriftsteller denn nun genau macht. Die Tätigkeit ist von der eines allgemeinen Autors zu differenzieren. Schreibt letzterer nämlich Texte jeglicher Art, die in gleich welchem Medium veröffentlicht werden, so verfasst ein richtiger Schriftsteller ausschließlich literarische Texte wie Romane, Gedichte oder Erzählungen. Dennoch gehören Schriftsteller zur Riege der Autoren, nur sind Autoren eben nicht gleich Schriftsteller.

Neben den Grundvoraussetzungen, dem Beherrschen der Rechtschreibung und Grammatik, braucht ein Schriftsteller vor allem eine große Portion Kreativität und Fantasie. Die Handlung des Buches ist schließlich entscheidend. Dabei muss die Story nicht unbedingt total ausgefallen sein. Hauptsache ist, dass sie den Leser fesselt und er sich mit den Charakteren gut identifizieren kann. Auch das Genre ist nicht von Bedeutung. Ob Fantasy, Krimi oder realitätsbezogen - steckt eine gut durchdachte und interessante Handlung dahinter, die natürlich zum jeweiligen Genre passen muss, so kann das Buch ein Erfolg werden.
Darüber hinaus erfordert es viel Disziplin, Durchhaltevermögen und starke Nerven. Ein Buch schreibt sich schließlich nicht in einer Nacht; im Gegenteil: dieses langwierige Projekt kann je nach Seitenzahl ein halbes Jahr und länger in Anspruch nehmen. Schreibblockaden, Kreativitäts- und Motivationsmangel nicht mit gerechnet. Man sollte sich also vorher überlegen, ob dieser Zeitaufwand sich wirklich lohnen wird. Dafür empfiehlt sich, die ersten Kapitel seines Werkes an Verläge zu schicken, um herauszufinden, ob ein Verlag Interesse dafür zeigt. Jedoch kommt es dafür neben der besagten Handlung noch auf den Markt der Leser an, der durch Angebot und Nachfrage geregelt wird. Zum Beispiel landete die Amerikanerin Stephenie Meyer 2005 einen Riesenerfolg mit ihrer Vampir-Lovestory "Twilight" - und plötzlich waren Vampir- und Fantasyromane wieder gefragt wie nie. Keine Frage, dass tausende Schriftsteller auf der Welle des Erfolgs mitschwimmen und ebenfalls von dem Hype profitieren wollten. Doch irgendwann ist der Markt auch übersättigt. Die Leser haben zuviel von einem bestimmten Thema gelesen und zeigen kein oder nur noch sehr wenig Interesse daran. So eine Marktlücke zu finden, wie es Stephenie Meyer gelungen ist, bedarf sehr viel Glück und kommt womöglich genauso selten vor wie ein Sechser im Lotto. Schriftsteller zu werden und sich auf dem Markt zu etablieren ist also nicht so leicht wie man vielleicht annehmen könnte. Es stecken eine Menge Arbeit, Zeit und Durchhaltevermögen dahinter. Daher sollte man sein Vorhaben genau durchdenken und eventuell den Aufwand mit dem Gewinn abwägen. Dennoch darf bei dem Ganzen der Spaß am Schreiben nicht vergessen werden, denn das ist es, was wirklich dabei zählt und im Mittelpunkt stehen sollte.

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